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„Weg frei!“

Bildtext: BSVWNB-Mobilitätstrainerin Marianne Kern zeigt wie wichtig es ist, dass Leitlinien frei gehalten werden.
Bildtext: BSVWNB-Mobilitätstrainerin Marianne Kern zeigt wie wichtig es ist, dass Leitlinien frei gehalten werden.
Bildtext: Koffer auf Leitlinien sind eine große Barriere für blinde und sehbehinderte Menschen. Bitte halten Sie Leitlinien und Gehwege frei.
Koffer auf Leitlinien sind eine große Barriere für blinde und sehbehinderte Menschen. Bitte halten Sie Leitlinien und Gehwege frei.. BSVWNB-Mobilitätstrainerin Marianne Kern zeigt wie wichtig es ist, dass Leitlinien frei gehalten werden

Bodenleitsysteme ermöglichen Mobilität – Der Blinden- und Sehbehindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland BSVWNB mit Awareness-Aktion in St. Pölten!

Am internationalen „Tag der Sehbehinderung“ am 6.6. rückte der BSVWNB die Relevanz von Leitlinien wieder stärker ins Bewusstsein. Am Bahnhofplatz in St. Pölten, zwischen Bahnhof und Fußgängerzone, appellierten Mobilitätstrainerin Marianne Kern und die Zivildiener Alex und Zoran an Passantinnen und Passanten, aber auch Personen auf Zweirädern, Barrieren zu vermeiden.

Bodenleitsysteme unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen dabei, ihre Wege selbstständig zu erledigen. Dafür dürfen diese allerdings nicht verstellt oder versperrt sein. Derzeit ist jedoch das entsprechende Bewusstsein oft nicht ausreichend vorhanden, wodurch es immer wieder zu blockierten Leitsystemen kommt. "Ich habe immer wieder Mühe, stolperfrei in die Arbeit zu kommen, vorbei an falsch abgestellten Fahrrädern und anderen Hindernissen in meinem Weg", erzählt BSVWNB-Verkehrsreferent Bayram Cigci, und hat eine Bitte: "Halten Sie die Leitlinien und Gehsteige frei und achten Sie auf Menschen mit weißem Stock oder gelber Blindenschleife. Vielen Dank!"

Ziel der Awareness-Aktion am „Tag der Sehbehinderung“ war die Sensibilisierung der Öffentlichkeit dafür, die Leitlinien von Hindernissen wie Räder, Koffer, etc. freizuhalten.

Weitergehende Informationen über Bodenleitsysteme finden Sie im neuen Folder: „Weg frei!“

„Tour de Braille“ zum „Tag des weißen Stockes“ am 15.10.2016

Drei Tage vor dem internationalen „Tag des weißen Stockes“ am 15.10. lud der Blinden- und Sehbehindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland BSVWNB am 12.10.2016 im Louis Braille Haus zur „Tour de Braille“, bei der die Blindenschrift im Zentrum des Interesses stand.

Neben der Braille-Lesung aus der Autobiographie „Meine vier Welten“ des blinden ehemaligen UNO-Mitarbeiters Dr. Smart Eze gab es eine Podiumsdiskussion zur nach wie vor großen Bedeutung von Brailleschrift. Vier blinde ExpertInnen diskutierten und unterstrichen aus ihren unterschiedlichen Erfahrungen und Zugängen, dass Braille Schrift auch in Zeiten von Google und Facebook kein Auslaufmodell ist. Gerade durch Soziale Medien ist sie aktueller denn je. 

Eine Teilnehmerin an der Podiumsdiskussion war Dr. Susanne Buchner-Sabathy, sie ist Leiterin für Brailleschrift-Kurse beim BSVWNB. Die Expertin für Braille-Schrift und für barrierefreies Webdesign: „Ich nutze Brailleschrift unter anderem mit meinem Braille-Organizer zum Lesen und zur schnellen Eingabe von Texten, Terminen, Kontakten. Persönlich wichtig ist mir die ästhetisch-sinnliche Dimension der Brailleschrift, die ein anderes Lese-Erlebnis ermöglicht als die von mir ebenfalls sehr geschätzten Hörtexte.“

Dr. Markus Wolf ist Präsident des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreich BSVÖ und vertritt Österreich in der Weltblindenunion. Der Experte für die UN-Behindertenrechtskonvention, in der das „Recht auf Braille“ festgehalten ist, brachte es bei der Podiumsdiskussion auf den Punkt: „In der UN-Behindertenrechtskonvention ist ausdrücklich verankert, dass die Brailleschrift vermittelt werden soll. Brailleschrift ist und bleibt die Basis für Kommunikation und Lernen.“

Der BSVWNB bietet eine Reihe von Angeboten in diesem Bereich, wie Brailleschrift-Kurse und Brailleschrift-Utensilien im Hilfsmittelshop. Weiters findet im Projekt „Technik-Assistenz“, gefördert vom Fonds Soziales Wien, Hilfsmittelberatung, z.B. zur „Braille-Zeile“, einem Computer-Ausgabegerät in Braille-Schrift, statt.

Link: Fotos der Veranstaltung auf facebook

Bildtext: Interessante Podiumsdiskussion zur "Relevanz der Brailleschrift heute" mit Bayram Cigci, Edith List, Martin Tree (Mod.), Susanne Buchner-Sabathy und Markus Wolf © BSV WNB
Bildtext: Interessante Podiumsdiskussion zur "Relevanz der Brailleschrift heute" mit Bayram Cigci, Edith List, Martin Tree (Mod.), Susanne Buchner-Sabathy und Markus Wolf © BSV WNB.

Die Welt der Sinne entdecken

Bildtext: Gerngross Center Manager Günther Meier probiert die Braille-Schreibmaschine aus. Unsere Kollegin Edith List zeigt, wie man den eigenen Namen in Blindenschrift schreiben kann. © BSV WNB
Bildtext: Gerngross Center Manager Günther Meier probiert die Braille-Schreibmaschine aus. Unsere Kollegin Edith List zeigt, wie man den eigenen Namen in Blindenschrift schreiben kann. © BSV WNB.

Der BSVWNB und Dialog im Dunkeln waren vom 23. bis 28. Mai 2016 zu Gast im Wiener Kaufhaus Gerngross: Da hieß es Ohren spitzen und die Gelegenheit ergreifen, zu fühlen, um zu sehen.

In der lichtlosen Bar von Dialog im Dunkeln servierten blinde Barkeeper Snacks und Getränke im Stockdunkeln. Der BSVWNB setzte bei der Sensibilisierungswoche gleich mehrere Schwerpunkte: Vom Schreiben der Brailleschrift über Selbsterfahrungsstationen für Groß und Klein bis hin zu Schnuppermassagen durch sehbehinderte Massage-Fachkräfte reichten die Aktivitäten für die Kunden des Traditions-Kaufhauses.

Komplettiert wurde das Angebot durch die Wanderausstellung „Gemeinsam mehr sehen“ der Beruflichen Assistenz des BSVWNB. Das NEBA Projekt (Netzwerk Berufliche Assistenz) zeigt in der Serie „BERUFSBILDER“ die Sichtweisen von 12 blinden und stark sehbehinderten Menschen an deren Arbeitsplätzen.

Wir bedanken uns sehr herzlich beim Gerngross Center-Management für die Zusammenarbeit und die großartige Unterstützung bei der gemeinsamen Aktionswoche!