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Bildinfo: Jubiläums-Logo: 20 Jahre Berufliche Assistenz

20 Jahre Berufliche Assistenz

Einen Job und einen geregelten Tagesablauf zu haben, Geld zu verdienen und sich als Teil der Gesellschaft zu erfahren, ist für viele Menschen im erwerbsfähigen Alter etwas Selbstverständliches. Ganz anders die Situation bei sehbehinderten und blinden Personen.

Damit auch sie einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt finden, werden sie vom Team der Beruflichen Assistenz des Blinden- und Sehbehindertenverbands WNB seit 1999 unterstützt. Über 2000 Personen haben dieses Angebot seitdem in Anspruch genommen. Am 19. September 2019 beging die Berufliche Assistenz mit einem Festakt ihr 20-jähriges Jubiläum.
                                                                                                                             
Die Berufliche Assistenz umfasst unterschiedliche Angebote, dazu zählen unter anderem die Arbeitsassistenz, das Jugendcoaching und das Jobcoaching. „Wir sind die Schnittstelle“, sagt Mag. Andrea Neuberger aus dem Team Berufliche Assistenz Wien.

„Wir klären Berufswünsche, suchen Kurse und Ausbildungsplätze, wir kümmern uns um die Finanzierung von Fortbildungen, schreiben Stellungnahmen für die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) oder das Sozialministeriumservice (SMS), helfen bei den Reha-Anträgen und arbeiten mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) zusammen. Wir beraten Firmen und organisieren Förderungen, wenn sie Menschen, die sehbehindert oder blind sind, aufnehmen. Wir schauen, welche Hilfsmittel benötigt werden, wir begleiten die Leute in der ersten Zeit am Arbeitsplatz und unterstützen sie, wenn später Probleme auftauchen.“

Die Hilfestellung sei organisiert, bedarfsgerecht und auf die jeweilige Person zugeschnitten. Es werde also im Sinne des Case Management vorgegangen, so die Psychologin, die seit über zehn Jahren in der Beruflichen Assistenz tätig ist.

Ziel ist die langfristige und nachhaltige Inklusion blinder und sehbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt. Die Berufliche Assistenz des Blinden- und Sehbehindertenverbands ist ein Angebot vom Netzwerk Berufliche Assistenz (NEBA) und wird vom Sozialministeriumservice finanziert. Dieses Angebot richtet sich an Menschen mit Behinderungen und an Jugendliche mit Benachteiligungen zwischen 15 und 65 Jahren und kann österreichweit kostenlos in Anspruch genommen werden. Der Fördergeber legt fest, wie viele Personen jedes Jahr in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden müssen.

Die Berufliche Assistenz des Blindenverbands zieht eine positive Bilanz, wenngleich nicht alle Arbeitssuchenden einen Job finden. In den letzten zehn Jahren wurden in Wien und Niederösterreich 652 Menschen am Arbeitsmarkt vermittelt und Arbeitsplätze gesichert, die geforderte Quote wurde stets erfüllt. Es werden ganz unterschiedliche Menschen mit Sehbehinderungen beraten und betreut: Jüngere und Ältere, Männer und Frauen, Menschen, deren Muttersprache Deutsch ist genauso wie jene, die eine andere Muttersprache haben. Personen, die nach Österreich geflüchtet sind und zuhause keine Schulbildung erhalten haben wie auch Einheimische, sei es mit und ohne Schulabschluss, sei es mit einem Universitätsstudium.

Andrea Neuberger: „Natürlich darf man von sehbehinderten MitarbeiterInnen erwarten, dass sie ihre Arbeit kompetent erledigen und selbstverständlich darf man sie auf Fehler aufmerksam machen. Denn im Job geht es nicht ums Sehen, sondern darum, seine Arbeit gut zu erledigen, auch mit der Sehbehinderung.“

Damit dies gelingt, erfüllt die Berufliche Assistenz viele verschiedene Aufgaben und das Team arbeitet seit mittlerweile 20 Jahren erfolgreich mit KollegInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Institutionen zusammen.

Aktuelles

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Portraits

Das findet Marion König. Und auch, dass jede Person die gleichen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt haben sollte, gleichgültig ob sie eine Behinderung hat...

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