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Ein brauner Führhund mit Kenndecke und treuherzigen Augen lechelt, ..äh hechelt in die Kamera.
Bildinfo: Hallo ihr Menschen! © BSVWNB/Armin Plankensteiner

„Die sind komisch, die Menschen!“

Hallo ihr da draußen!

Ich heiße Aida und bin der Blindenführhund von meinem Frauchen Marion.

Dass ich ein brauner Labrador bin und immer Hunger habe, tut hier nichts zur Sache.
Ich will etwas über dieses komische Corona-Ding loswerden.

Also seit einiger Zeit sind Marion und ich viel – nein eigentlich immer – zu Hause.

Sie macht etwas, das nennt sie Homeoffice. Sie sitzt da mit diesem Computer und sagt, das sei Arbeiten…

Wir fahren nie mehr mit dem Zug nach Wien. Das ist eigentlich nicht schlecht, denn dann muss ich nicht so früh aufstehen, und unser Morgenspaziergang ist viel gechillter.

Ins Führgeschirr muss ich auch fast nie. Wir gehen fast immer im Wald und auf Feldwegen spazieren.

Außerdem kann ich den ganzen Tag aufpassen, dass die Katzen sich nicht in mein Körbchen legen. Unerträglich, diese vielen Katzenhaare auf meiner Matratze!

Aber zurück zu Corona.
Was mir schon sehr unangenehm auffällt ist, dass uns die Leute beim Spazierengehen immer ausweichen.

Und das gefällt mir gar nicht, denn wie soll ich da jemanden begrüßen? Und es kommt auch niemand zu Besuch, den ich schon an der Haustür empfangen kann. Das ist langweilig!

Aber das Eigenartigste von allem ist, dass es jetzt auch Maulkörbe für Menschen gibt.

Manche tragen sie immer, wenn sie draußen sind und manche nur in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich finde das nur fair. Denn wir Hunde müssen das schon lange tun. Naja, ich als Blindenführhund natürlich nicht. Aber meine Mithunde schon.


Was auch sehr cool ist: dass ich mit Herrchen und Frauchen viel im Garten sein kann. Manchmal helfe ich ihnen bei der Gartenarbeit. Zum Beispiel kann ich super Löcher graben :-)

Komischerweise sind die beiden manchmal gar nicht erfreut darüber.

Und ich trage auch gerne Holz im Garten umher. Wenn Herrchen es auf einen Stapel legt, nehme ich es und trage es wieder irgendwo anders hin. Das macht Spaß, denn dann läuft er mir nach, und wir spielen fangen.

In der Speisekammer hat Marion viel Futter für mich gebunkert. So, als ob es morgen nichts mehr zu kaufen gäbe. Gemein ist nur, dass ich trotzdem nicht mehr zu essen bekomme als sonst. Die sind komisch, die Menschen.

Und was hat es nur mit diesem Klopapier auf sich, dass die Leute jetzt tonnenweise nach Hause schleppen?

Ich brauche ja so etwas überhaupt nicht. Und ich verstehe nicht, was die Menschen damit machen? Vielleicht essen?

Ja, und eines muss ich euch noch erzählen.

Frauchen macht seit kurzem Yoga in unserem Wohnzimmer. Das ist soooo lustig! Denn immer, wenn sie sich auf den Boden legt, kann ich sie endlich überall im Gesicht ablecken. Und dann macht sie eine Übung, die kenne ich schon lange: Man hat die Füße und Hände am Boden und hebt den Hintern weit nach oben. Und dann streckt man sich genüsslich.

Sie nennt das „Übung des herabschauenden Hundes“. Hahaha, Yoga, dass ich nicht lache…

Wenn ich bei den Übungen mitmachen möchte und mich zu Marion auf die Matte lege, regt sie sich auf, und manchmal sperrt sie mich sogar ins Vorzimmer.
Wahrscheinlich will sie nicht, dass ich bemerke, dass sie noch viel mehr meiner Übungen imitiert.

Also ich bin gespannt, wie lange dieses Corona-Ding noch dauert. Es ist schon fein, dass Frauchen so viel Zeit zu Hause verbringt und alles ein bisschen langsamer und leiser ist. Aber ich freue mich, wenn endlich wieder mehr los ist, Leute zu Besuch kommen und ich auch auf Besuch kommen darf.

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