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Ein junger Mann mit Sonnenbrille und Blindenschleife sitzend von hinten, den Arm auf der Rückenlehne der Parkbank, eine junge Frau sitzt neben ihm und spricht, zu ihm gewandt.
Bildinfo: Offene Gespräche mit Angehörigen und anderen Bezugspersonen sind wichtig. © BSVWNB/Thomas Topf

Ein Angebot speziell für Angehörige

... sowie für nahestehende FreundInnen oder auch ArbeitskollegInnen sehbehinderter und blinder Menschen.

Plattform für Bezugspersonen

Der Sehsinn ist einer unserer wichtigsten Sinne, wahrscheinlich sogar der wichtigste.
Umso schlimmer ist es, wenn dieser Sinn durch irgendwelche Faktoren nicht oder nicht mehr so funktioniert wie er soll.

Menschen, die mit einer Sehverschlechterung konfrontiert sind, geraten oft in eine Krise. Das Leben wird sozusagen auf den Kopf gestellt: Wie werde ich mich im Alltag zurechtfinden? Kann ich meiner Arbeit überhaupt noch nachgehen und wenn nicht, wie verdiene ich mir meinen Lebensunterhalt? Wie finde ich zum Supermarkt und dort dann meine Lebensmittel? Wie werden meine Verwandten und Freunde reagieren? Das sind nur einige von vielen Fragen, die plötzlich im Raum stehen. Und darauf Antworten zu finden, ist meist kein einfacher Weg.

Es gibt viel zu tun: Vieles muss neu gelernt werden, man muss sich um finanzielle Förderungen und Hilfsmittel kümmern und last but auf keinen Fall least muss man irgendwie über den seelischen Schmerz hinwegkommen.

Als betroffener Mensch ist man da erstmal gut mit sich selbst beschäftigt.

Aber da gibt es ja Menschen im Umfeld, die von diesen Veränderungen auch mehr oder weniger stark betroffen sind. Nämlich die Angehörigen; Lebenspartner und -partnerinnen, Brüder, Schwestern, Väter, Mütter, Töchter und Söhne…
Und auf diese wird nicht selten vergessen.

Für die seheingeschränkte Person gibt es Unterstützungen: Mobilitätstraining, Training fürs Zurechtkommen im Alltag, Sozialberatung, Gesprächsgruppen, Psychotherapie und so weiter.
Die Ehefrau, der Bruder oder die Mutter bleiben oft mit ihrer Ratlosigkeit und ihren Unsicherheiten zurück.

Man darf nicht übersehen, dass eine Sehverschlechterung oder eine einschlägige Diagnose auch für die Angehörigen eine massive Belastung sein kann.

Das Leben ändert sich auch für sie; vielleicht müssen sie den Alltag umkrempeln, die Aufgaben neu verteilen, das Kochen oder Bügeln übernehmen, die Fahrtendienste nun alleine machen.
Lebensentwürfe müssen hinterfragt werden, eventuell muss man umziehen, um an öffentliche Verkehrsmittel angebunden zu sein. Geliebte gemeinsame Hobbys sind oftmals nicht mehr möglich.

Dann kommt natürlich hinzu, dass dem näheren Umfeld gerade zu Beginn einer Sehverschlechterung eine wichtige Unterstützerrolle zufällt. Sowohl in psychischer als auch in rein alltagspraktischer Hinsicht.

Die Unsicherheiten sind oft groß. Wie viel Hilfe soll ich geben? Wie viel ist zu viel? Wirke ich der Selbstständigkeit der sehbehinderten Person durch meine Unterstützung entgegen?
Darf ich auch „Nein“ sagen? Darf ich mich auch manchmal nur um mich selbst kümmern?  
Nicht selten sind Angehörige sehr gefordert, wenn nicht sogar überfordert.

Ein Workshop ganz alleine für Angehörige und wichtige Bezugspersonen


Seit einigen Jahren bieten wir beim BSVWNB Workshops speziell für Angehörige, aber auch nahestehende FreundInnen oder ArbeitskollegInnen sehbehinderter und blinder Menschen an.
Dabei sind uns zwei Aspekte besonders wichtig.

Einerseits geht es um Sensibilisierung: Das heißt der/die Angehörige soll mehr über die Wahrnehmungswelt seiner betroffenen, nahestehenden Person erfahren. Mittels verschiedener Selbsterfahrungsübungen haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich in die Welt mit einer Sehbehinderung hineinzuspüren. Das führt zu einem besseren gegenseitigen Verständnis. Eine Teilnehmerin erzählte uns nach einem Workshop: „Ich habe endlich verstanden, wie schwer es mein Mann mit dieser Behinderung hat. Und das habe ich ihm auch gesagt. Dann konnten wir endlich mal offen darüber reden.“

Andererseits geht es um den Austausch mit sogenannten Gleichgesinnten oder Ähnlich-Betroffenen. Es ist immer sehr entlastend zu erfahren, dass andere Menschen ähnliche Probleme haben und man nicht vollkommen alleine mit diesen Schwierigkeiten kämpft.

Bisher fanden unsere Workshops in den Räumlichkeiten des BSVWNB statt.
Nicht so in Corona-Zeiten. Da mussten wir uns etwas einfallen lassen.
Und so haben wir im Dezember den ersten Angehörigenworkshop via Zoom durchgeführt.
Wir, das sind Andrea Wahl (Trainerin für Orientierung & Mobilität und lebenspraktische Fähigkeiten) und Marion Putzer-Schimack (Mitarbeiterin beim BSV WNB, Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision und selbst blind).

Auch diesmal wollten wir auf Sensibilisierungsübungen nicht verzichten. So bekamen die Teilnehmenden, acht an der Zahl, vorab das Workshop-Equipment per Post zugeschickt.
Mit verbundenen oder geschlossenen Augen galt es dann, verschiedene kleine Aufgaben zu erfüllen.

Eine Gruppendiskussion zum Zweck des Austausches ist online nur schwer möglich. Daher haben wir uns für sogenannte Break-out-Sessions entschieden. Dabei wird die Gruppe in Kleingruppen aufgesplittet und in eigene kleine Meeting-Räume geschickt.
Auf diese Weise konnten unsere TeilnehmerInnen direkt mit anderen Angehörigen in Kontakt treten und sich austauschen. Als Diskussionsanleitung haben wir ihnen Arbeitsfragen mitgegeben.

„Die Schicksale manch anderer Menschen lassen die eigenen dahingehenden Probleme zwar nicht verschwinden, jedoch kleiner erscheinen.“

So eine Teilnehmerin in ihrem Feedback-Mail.
„Es wurde sehr offen und persönlich gesprochen, besonders in den kleinen Gruppen. Es ist tröstlich, wenn man hört, dass andere dieselben Schwierigkeiten im Umgang mit den sehbehinderten Familienmitgliedern haben und es gibt einem wieder Kraft, auch weiterhin alles möglichst gut über die Runden zu bringen.“

Natürlich ersetzt eine Online-Zusammenkunft nicht den direkten persönlichen Kontakt und bietet auch nicht die gleichen Übungs- sowie Kommunikationsmöglichkeiten.
Dennoch konnte sich eine Gruppe von Menschen zusammenfinden, ein wenig über das Leben mit einer Seheinschränkung lernen, reden, anderen ebenfalls Betroffenen zuhören und möglicherweise ein paar Anregungen finden. Und das sogar über Bundesländer-Grenzen hinweg.
Der Technik sei Dank.

Sollten Sie Interesse an einem Workshop für Angehörige haben, nehmen Sie bitte per Mail Kontakt auf mit: Mag. Marion Putzer-Schimack

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