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Vier Jugendliche an einem langen Tisch; auf dem Tisch vor ihnen halbfertige Ton-Werkstücke. Die Workshopleiterin beugt sich zwischen zwei Jugendlichen über den Tisch und ertastet einen Tonteller.
Bildinfo: Viel Einsatz und Kreativität beim Tonworkshop. © Maya Deimbacher-Sand

Eine erdige Angelegenheit

Ein fröhlicher Tonworkshop mit der Verrückten Jugend Aktion.

Hast du Tone?

Es ist Freitagnachmittag, genauer 15:15 und die ersten Teilnehmenden trudeln ein. Es ist eine Veranstaltung der Verrückten Jugend Aktion, der Jugendgruppe des Blindenverbandes Wien, Niederösterreich und Burgenland. Der gemeinsame Nenner der Teilnehmenden ist die Sehbehinderung und das jugendliche Alter. Bald sitzen sieben junge Erwachsene um die große Tischfläche und führen Schmäh miteinander. Lachen wird über die nächsten drei Stunden den Saal erfüllen, angefeuert von Anekdoten, Kommentaren und pointierten Aussagen.

Nachdem alle sich an ihrem Platz orientiert haben, beginnt der Workshop. Kristina, die Expertin des Tages und Leiterin des Workshops, stellt sich allen nochmal vor und bittet die Teilnehmenden ihre Erfahrungen mit dem Material Ton kurz zu erläutern. Kristina absolviert aktuell eine Ausbildung zur Kunsttherapeutin und führt humorreich und kompetent durch den Nachmittag.


Die folgende theoretische Einführung über die Möglichkeiten der Erde wird begleitet vom Durchreichen und Abtasten von Beispielswerken. Eine weitere Annäherung an das Material stellt das Zerbrechen von luftgetrocknetem Ton dar. Mit den Fingern werden die Scheiben zerkleinert, bis sie so klein sind, dass man „nicht mehr bum bum machen kann“ – wie eine Teilnehmende lachend meint. Auch ich zerbrösle ein Stück so gut ich kann und freue mich über das poröse Material.

Vom Tonbatzen, ja, es heißt wirklich Batzen, schneiden die Teilnehmenden sich der Reihe nach Stücke mittels eines Metallfadens ab. Nach dem ersten Abtasten der feuchten und schweren Tonerde wird festgestellt, dass es an Plastilin erinnert – „Naturplastilin“ ergänzt Kristina und wieder erschallt der Raum vor Lachen.


Die Stimmung ist gut und alle beginnen sich damit auseinanderzusetzen, was sie gestalten möchten. Manche legen gleich darauf los und erkunden den Ton und seine Grenzen, während andere sich genaue Pläne zurechtlegen bevor sie mit der Gestaltung beginnen. Die gewählten Motive und Methoden spiegeln meine Eindrücke der Persönlichkeiten wider: Elli hängt sich perfektionistisch in eine Katzenskulptur rein, Manu gestaltet wohlüberlegt einen Heurigenteller, Fiona macht eine Reihe an Aschenbechern, Ismail beginnt mit einem Pizzateller geht dann über zu einer Herzform und kombiniert beides schließlich in einem herzförmigen Salatteller.

Dajana kommt nach längerem Ausprobieren zu einem Duett-Mikrofon mit zwei Eingängen, Laura gestaltet einen Vogel mit großen Flügeln, Amals Werke gehen regelmäßig zu Bruch: „Schon wieder kaputt bei mir“, sagt sie mit einem Lachen und beginnt mit einem neuen Werk. Auch ich wage mich an die Gestaltung einer kleinen Skulptur. Der Ton formt sich unter meinen Händen und zerfällt schließlich. Puh, es ist gar nicht so einfach den Ton in die gewünschte Form zu bringen und doch ist es sehr befriedigend die Masse zu kneten, zu rollen und zu glätten.

In genau einer Woche geht es weiter mit den Tonkreationen, dann steht das Bemalen und das Tondichten, also das Beschichten mit einem wasserundurchlässigen Material, im Fokus. Ich freue mich.

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