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Bildinfo: Die bunten großen Buchstaben VJA zieren eine Wand © BSVWNB/Heidrun Henke

Graffiti-Workshop

Kurz vor Jahreswechsel hat die BSVWNB Jugendgruppe die Wände im Trakt vor dem Jugendraum neu gestaltet: beim Graffiti-Workshop!

Spray Dir Deine Welt, wie sie Dir gefällt!

Es ist schon das zweite Mal, dass die VJA (Verrückte Jugend Aktion), wie sich die Jugendgruppe des BSVWNB selbst benannt hat, die Farbdosen schwingt und ihre Räumlichkeiten bunt ansprayt. Nachdem der Jugendraum – im Zuge des ersten Graffiti-Workshops – bereits mit den prächtigsten Farben versehen wurde, was auch großen Anklang gefunden hat, war klar, dass nun die verbliebenen weißen Wände im Gang auf dem Weg zum Jugendraum auch nach eigenen Vorstellungen ganz individuell gestaltet werden wollen. So fand auf Wunsch der Jugendlichen Mitte Dezember ein weiterer Graffiti-Workshop im Louis Braille Haus statt, den Jugendgruppen-Leiterin Tanja Kotek organisierte. Auch Street-Art-Künstler Fabian Hämmerle war wieder mit von der Partie und unterstützte die Jugendlichen tatkräftig mit seinem technischen Know-How.

Vorbereitung ist alles. Am Anfang war die Skizze.

Werner, Stani und Joker haben sich die Tage zuvor schon getroffen, um Ideen zu sammeln, Konzepte auszutauschen und Skizzen anzufertigen. Unter anderem wollen sie ihr eigenes VJA-Logo an der Wand verewigen, Selbstporträts anfertigen oder einen Döner-Mann abbilden. Leicht gesagt, doch Graffiti ist eine Kunst für sich, wie uns Fabian erzählt, der Graffiti seit Jahren professionell betreibt. Er wird zum Beispiel von Clubs gebucht, um die Wände zu besprayen, macht „Live-Graffiti“ während einer Buchlesung oder gestaltet mit der Spraydose Sektetiketten für namhafte Firmen. Er erklärt den Jugendlichen, wie sie die Dose richtig halten müssen, welche Effekte man erzielen kann, welchen Abstand es braucht für eine feine Linie oder eine fette Outline und wie man mit Hilfe seines Körpers einen kugelrunden Kreis sprayt. Zum Glück bringen manche Teilnehmer schon Erfahrungen vom ersten Workshop mit, denn für Jugendliche mit Sehbehinderung kann bereits die Farbauswahl zu einer echten Herausforderung werden. Heikel ist auch die Position der Düse an der Farbdose, die man zuvor genau ertasten muss, damit dann nichts ins Auge geht.

Es geht ums Erlebnis, nicht ums Ergebnis.

Bevor man aber „auf den Sprühkopf drückt“ und drauflos sprayt, müssen noch ein paar Vorkehrungen getroffen werden. Neben der richtigen Backgroundmusik, die für Stimmung sorgt („Hey Stani, leg mal Jazz auf, das entspannt mich!“) geht es vor allem um Sicherheitsmaßnahmen. Aufgrund des starken und intensiven Geruchs müssen zuvor alle Fenster aufgemacht und eine Atemschutzmaske aufgesetzt werden. Noch schnell Malerkittel oder besser gesagt Sprayerkluft anlegen und dann: Pfffffffffttt... Graffiti ist ein durch und durch sinnliches Erlebnis. Auch bei Jugendlichen mit starker Sehbehinderung ist der Workshop sehr beliebt. Wie das Endergebnis dann aussieht, ist beinahe nebensächlich, das TUN an sich macht schon großen Spaß und spricht alle Sinne an: Die Haptik der Spraydosen, das Geräusch beim Schütteln und Sprayen, der Druck, mit dem die Farbe aus der Dose kommt und vor allem dieser alles einnehmende, intensive Geruch, der den Raum einhüllt. Es wird auch Mut gemacht und das Selbstbewusstsein der Teenager gestärkt: einfach drauflos und wenn mal was daneben geht, kann man nochmal drübersprayen oder was ganz Neues kreieren. Die Jugendlichen der VJA können über ihren Raum selbst bestimmen, ihn nach Herzenslust gestalten und so ihre ganz eigene Umwelt erschaffen.

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