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Aktuelles

Im verschneiten Park spaziert eine Frau mit Blindenschleife und Hund in Begleitung eines Mannes, alle sind fröhlich gestimmt
Bildinfo: Im Rahmen der Unterstützung das Augenmerk auch auf die Personen im direkten Umfeld sehbehinderter Menschen legen! © BSVWNB/Doblhammer

„Ich seh, ich seh, was Du nicht siehst…“

Ein regelmäßiges Angebot im BSV WNB: Der Angehörigen-Workshop!

Der Verlust einer wichtigen körperlichen Funktion wie des Sehens stellt in der Regel ein einschneidendes Lebensereignis dar. Das Erlernen vieler neuer Fertigkeiten, berufliche Neuorientierung und massive Zukunftsängste sind einige jener Herausforderungen, mit denen Betroffene in dieser Situation zu kämpfen haben.

Nicht selten werden aber die Angehörigen vollkommen vergessen. Denn auch sie stehen oftmals unter einem enormen Druck, wenn der Sohn, die Tochter, der Vater oder die Ehefrau plötzlich nicht mehr oder nur mehr wenig sehen.
Sie müssen sich auf diese neue Situation einstellen, der Umgang miteinander funktioniert vielleicht nicht mehr so gut und auch sie müssen vieles neu lernen.
Was auch noch dazukommt, ist die psychische Belastung, die nicht selten durch Unsicherheit zustande kommt. Wie viel Hilfe soll ich anbieten? Wie soll ich helfen? Bin ich zu überfürsorglich? Darf ich auch einmal ungeduldig sein? Darf ich auch noch eigene Bedürfnisse äußern? Diese Fragen beschäftigen die „betroffenen Angehörigen“.  Oft gibt es aber keine Möglichkeit, diese Unsicherheiten auszusprechen.

Geteiltes Leid ist halbes Leid…

Was liegt daher näher, als eine Möglichkeit zum Austausch zu schaffen? Warum nicht mehrere Angehörige zusammenbringen und so einen Austausch anstoßen?

Das war unsere Idee, als wir einen Workshop für Angehörige kreierten.
Wir, das sind Andrea Wahl, Marianne Kern und Marion Putzer-Schimack.

Und ein wesentliches Element dieses Workshop-Konzeptes ist das Sich-Aussprechen-Können, das Mitteilen von Erfahrungen, aber auch das Sich-Ermutigen und -Trösten.

„In den Schuhen des anderen gehen“ oder besser
„Mit den Augen des anderen sehen“

Unter diesem Motto lässt sich das zweite zentrale Element des Workshops zusammenfassen.
Oft haben Angehörige keine oder nur eine vage Vorstellung davon, wie es sich anfühlt, wenn man nichts sieht oder die visuelle Wahrnehmung auf eine bestimmte Weise eingeschränkt ist.
Mittels verschiedener Übungen unter der Augenbinde bzw. der Simulationsbrille (das ist eine Brille, die so präpariert ist, dass sie eine bestimmte Sehbehinderung simuliert) soll es möglich werden, sich in die „Sehenswelt“ der betroffenen Person einzufühlen.

Und plötzlich „sieht man vieles mit anderen Augen“...
Vielleicht versteht man jetzt, warum die Ehefrau die Banane auf dem weißen Teller nicht findet (zu geringer Kontrast). Oder warum die Mutter eine Münze, die vor ihr auf dem Tisch liegt, gut erkennt, aber das Glas, das nur ein paar Zentimeter weiter rechts steht, umwirft (eingeschränktes Gesichtsfeld). Oder was es bedeutet, wenn man alles hinter einer Nebelwand sieht.
Oder wie es ist, wenn sämtliche visuellen Eindrücke einfach fehlen.

Ein regelmäßiges Angebot

Einmal jährlich wollen wir unseren Angehörigen-Workshop im BSV WNB anbieten.
Im Februar 2018 fand er zum ersten Mal in dieser Form statt.
An zwei Abenden zu je drei Stunden haben die TeilnehmerInnen einerseits die Möglichkeit, sich mit anderen „betroffenen Angehörigen“ auszutauschen. Andererseits können sie anhand verschiedenster Übungen einen Eindruck von der Seheinschränkung ihrer blinden oder sehbehinderten angehörigen Person bekommen.

Mag.a Marion Putzer-Schimack

„Ich geh in meinem Beruf total auf.“

Zwei Frauen sitzen einander gegenüber, die Frau im Hintergrund erklärt der anderen Frau anhand einer Informationsmappe die Vorgehensweise bei der Tast-Untersuchung.
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Erzählt Sylwia Pietr, die einen ganz besonderen Gesundheitsberuf ausübt. Sie arbeitet als Medizinisch-Taktile Untersucherin, als MTU, so die…

Trau dich! - Freiwilligeneinsätze im Ausland für Menschen mit Behinderung

In einem großen, hellen Raum steht ein junger Mann mit starker Brille und hält die Arme im Rahmen eines Workshops in die Höhe. Um ihn herum sind weitere junge Leute sowie seitlich im Bild weitere in die Höhe gehaltene Hände zu sehen.
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Beim Themenabend zu Gast: MitarbeiterInnen von „WeltWegWeiser“ und „Grenzenlos“.

Von Klebestreifen und gelockten Bändern

Ein unförmiges Packerl in einem weißen, weihnachtlich bedruckten Geschenkpapier, mit rotem Band drumherum, das am Tisch weiterläuft, da noch nicht abgeschnitten; außerdem ein Tixo-Roller und ein Stück unbenutztes Geschenkpapier.
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Marion Putzer-Schimack: "Ich als blinde Paketschnürerin habe auch den Ehrgeiz, Geschenke „ordentlich“ zu verpacken."