Springe zur NavigationSpringe zur SucheSpringe zur PfadangabeSpringe zum InhaltSpringe zum Fußbereich
Inhalt

Editorial

Editorial Braille Report 1/2022

Liebe Leserinnen und Leser!

Das Braille Report Redaktionsteam liegt diesmal besonders gut in der Zeit. Schon mehrere Wochen vor dem geplanten Druckunterlagenschluss sind bereits alle Artikel und Inhalte aufbereitet, um wieder eine abwechslungsreiche und informative Ausgabe für Sie fertigzustellen. In der Grafik sind nur noch ein paar Kleinigkeiten anzupassen, lediglich das Editorial fehlt noch. Der Frühling wirft seine ersten Sonnenstunden voraus, Lockerungen statt Lockdowns sind nach zwei Jahren Corona angesagt, und der BSVWNB, jetzt im 75. Jahr seines Bestehens, plant frohen Mutes wieder Veranstaltungen.

Doch plötzlich und dramatisch ändern sich die Zeiten. Der russische Angriff auf die Ukraine markiert einen furchtbaren Wendepunkt in der jüngeren Geschichte Europas. Die Wertigkeiten verschieben sich, vieles tritt vorerst einmal in den Hintergrund. Man fühlt sich hilflos, möchte aber helfen, wo man kann. Der BSVWNB macht sich somit bereit, um blinden und sehbehinderten Flüchtlingen aus der Ukraine zu helfen. Unsere Trainer:innen für Orientierung & Mobilität stellen sich auf Sensibilisierungen für betreuende Personen in den Unterkünften ein, bereiten sich für den Anlassfall spontaner Trainingseinheiten vor, damit sich Flüchtende in der plötzlich neuen, fremden Umgebung zurechtfinden. In Kooperation mit anderen Hilfsorganisationen möchte der BSVWNB beraten und bei Bedarf die wichtigsten Hilfsmittel Kennzeichnungen und Weiße Stöcke zur Verfügung stellen.

„Mögest du in interessanten Zeiten leben“, so lautet angeblich ein chinesischer Fluch. Die letzten beiden Jahre, die letzten Wochen als „interessant“ zu bezeichnen, wäre eine drastische, fast zynische Untertreibung. „Mögen wir bald wieder in friedlicheren Zeiten leben“, lautet daher mein frommer persönlicher Wunsch.

Nehmen Sie sich jetzt trotz allem auch noch ein wenig Zeit für diese Ausgabe des Braille Report. Gute Nachrichten tun uns derzeit gut. Je mehr, desto besser.

Ihr
Mag. Martin Tree