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Editorial

Editorial Braille Report 1/2021

Liebe Leserinnen und Leser!

Gerade scheinen erste frühlingshafte Sonnenstrahlen in mein Büro, genauso wie erste realistische Hoffnungsschimmer auf ein Ende des Corona-Ausnahmezustandes am Horizont auftauchen. Die Impfungen laufen immer stärker an, auch ein weiterer Impfstoff wurde zugelassen – nun heißt es, nicht nachzulassen, weiter auf sich und andere Acht zu geben und bis zum Erreichen der viel zitierten „Ziellinie“ durchzuhalten.

In der Reportage „Leichter durch den Pandemiealltag“ ab Seite 30 beschreiben unsere TrainerInnen für Orientierung und Mobilität, welche erlebten Herausforderungen ihnen von blinden und sehbehinderten Menschen in den letzten 12 Monaten zugetragen wurden. Gemeinsam haben sie neue Strategien entwickelt, trotzdem intensiven Kontakt gehalten und sich in Peergruppen gegenseitig unterstützt. In Zeiten der Pandemie erlangt so das Schlagwort „Hilfe zur Selbsthilfe“ gleich noch eine zusätzliche Bedeutung.

Ebenfalls von Bedeutung ist es, die Möglichkeiten zu nutzen, die der Frühling uns in dieser Situation bietet. Begleiten Sie ab Seite 25 Margarete Waba beim Frühlingsspaziergang mit (fast) allen Sinnen, und entdecken Sie ab Seite 22 mit Burgi Bänder, wie man – ob sehbehindert oder nicht – auch durch Laufen fit bleiben kann, solange Fitnesscenter noch geschlossen halten müssen.

Wie Sie bemerkt haben, rolle ich diese Ausgabe im Editorial von hinten auf, und wir landen somit bei einem kleinen Themenschwerpunkt aus der Rubrik Medien: Studierende der „Graphischen“ in Wien haben mit ihrer Diplomarbeit „Blinde Träume“ ein sehr lesens- und sehenswertes Buch vorgelegt; ein Interview dazu finden Sie ab Seite 17. Und eine Absolventin der „Graphischen“ entwickelte nach ihrem Abschluss in einem mehrjährigen Prozess eine Schriftart namens „Lucky Dots“, die blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen das gleichzeitige Lesen ermöglich. Ihr erstes Kinderbuch „Wo ist Luna?“, ein Buch für alle, stellt Anna Weinzettl im Interview für den Braille Report ab Seite 12 vor.

Weitere positive, ermutigende Schwingungen hofft Ihnen die Redaktion über das energiegeladene Interview mit Veronika Aigner, die im Jahr 2020 zur Sportlerin des Jahres mit Behinderung gewählt wurde, und über die wohltuende Paargeschichte mit Andrea und Ernst Jandl zu vermitteln.

Wir wünschen Ihnen ein vielfältiges Lesevergnügen und vor allem: Bleiben Sie gesund!

Ihr
Mag. Martin Tree