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Infos aus dem Führhunde-Referat

Bildtext: Kinder verfolgen gespannt die Führhundepräsentation im Louis Braille Saal © BSV WNB
Bildtext: Kinder verfolgen gespannt die Führhundepräsentation im Louis Braille Saal © BSV WNB
Bildtext: Führhündin Jeannie.
Führhündin Jeannie..

Was ist ein Blindenführhund?

Schon seit 1892 werden Blindenführhunde ausgebildet. Als Folge des 1. Weltkrieges mit seinen unzähligen Kriegsopfern erlangte die Hilfe durch Begleithunde eine besondere Bedeutung und neue gesellschaftliche Aufmerksamkeit.

Blindenführhunde sind besonders treue, sensible, auf Gehorsam und Führfähigkeit ausgebildete Gefährten. Sie helfen blinden und schwer sehbehinderten Menschen zu mehr Mobilität, Sicherheit und Selbstständigkeit im Alltag. Für ihre hohe Verlässlichkeit werden diese Blindenführhunde nach strengen Kriterien ausgewählt und ausgebildet. Blindenführhunde sind an ihrem weißen Führgeschirr erkennbar.

Laut § 39a Bundesbehindertengesetz ist ein Blindenführhund ein Hund, der sich bei Nachweis der erforderlichen Gesundheit und seiner wesensmäßigen Eignung sowie nach Absolvierung einer speziellen Ausbildung - vor allem im Hinblick auf Gehorsam und Führfähigkeit - besonders zur Unterstützung eines blinden oder hochgradig sehbehinderten Menschen eignet. Der Blindenführhund soll den behinderten Menschen im Bereich der Mobilität weitgehend unterstützen, die Wahrnehmungsprobleme blinder oder hochgradig sehbehinderter Menschen ausgleichen und ihnen eine gefahrlose Bewegung sowohl in vertrauter als auch in fremder Umgebung ermöglichen.

Nach den geltenden Richtlinien muss vor der Zusammenschulung von Hundehalter und Führhund eine Qualitätsbeurteilung, nach der Zusammenschulung eine Teambeurteilung positiv absolviert werden. Die positiv absolvierte Teambeurteilung ist auch die Voraussetzung für eine finanzielle Förderung.

Interesse an einem Blindenführhund?

Nehmen Sie Kontakt auf mit dem Führhundereferat - Mail: Hundereferat - zur Beratung über die Vor- und Nachteile sowie über die Finanzierung eines Blindenführhundes.

Wichtig: Blindenführhundebewerber müssen ihre Mobilität abklären lassen. Ein notwendiges Orientierungs- und Mobilitätstraining (O&M) sollte vor der Zusammenschulung zwischen Hund und Halter stattfinden.

Nach positiver Teambeurteilung ergeben sich Vorteile: Eintragung in den Behindertenpass, Befreiung von der Hundesteuer, kostenlose Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln, Zutrittserlaubnis in Lebensmittelgeschäften usw.