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Initiative RückSICHT

Elektro-Roller und Fahrräder rücksichtsvoll abstellen

 

Roller mit Elektroantrieb, auch E-Scooter genannt, und Fahrräder sind ab 1. Juni 2019 gesetzlich gleichgestellt, was das Verhalten bei deren Nutzung betrifft. Nach §88b der Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen auch E-Scooter-FahrerInnen die Verhaltensvorschriften für RadfahrerInnen befolgen.

Der BSVWNB startet aus diesem Anlass die „Initiative RückSICHT“: Dabei geht es um das ordnungsgemäße Abstellen von Rollern und Fahrrädern, damit daraus keine gefährlichen Stolperfallen werden.

Warum interessieren sich blinde und sehbehinderte Menschen für Fahrräder und E-Scooter?

Die Vorstellung, schnell und leise durch die Stadt zu fahren, ist auch für blinde Menschen einfach faszinierend. Wie hip diese Art der Fortbewegung ist, zeigen die ständig steigenden Zahlen der RadlerInnen und E-Scooter-NutzerInnen. Es gibt keine Staus, keine Platzangst in überfüllten Öffis, und das Beste: Es gibt scheinbar immer und überall einen Parkplatz!

Doch nicht nur beim Fahren, auch beim Abstellen braucht es Überlegung. Man muss sich an die Regelungen der Straßenverkehrsordnung halten und darüber hinaus auch an die FußgängerInnen denken.
Und ehrlich, wer hat bisher daran gedacht, dass auch blinde Menschen alleine unterwegs sind?

Wer hat bisher daran gedacht, dass unachtsam abgestellte Fahrräder oder Roller für blinde und sehbehinderte Menschen eine Verletzungsgefahr bedeuten können?

Daher unser Appell:
Nimm RückSICHT!
Danke, dass du Roller und Fahrrad ab jetzt ordnungsgemäß abstellst!

Wo sollten also die praktischen Zweiräder am besten abgestellt werden - und wo keinesfalls?

Zunächst sind Fahrräder in Wien an den mehr als 3.400 verschiedenen Standorten von Radbügeln am besten aufgehoben.
Stationslose Leihfahrräder und E-Scooter müssen nicht am Radbügel versperrt werden. Diese können neben dem Fahrradständer abgestellt werden, aber so, dass niemand behindert wird.

Ist keine Fahrradabstellanlage zu finden, sind Fahrräder und Roller so abzustellen, dass sie weder umfallen können noch verkehrsbehindernd sind.
Dafür eignen sich vorschriftsgemäß nur Gehsteige, die breiter als 2,5 Meter sind.

Suche aber auch hier einen „guten“ Platz, denn die Hausfassade ist nur auf den ersten Blick gut geeignet:

Bedenke, dass sich blinde Menschen an der Hausmauer mit dem Langstock orientieren. Der Scooter oder das Fahrrad stellt in diesem Fall also eine echte Stolperfalle dar!

Am sichersten ist der Parkstreifen neben der Fahrbahn. In diesem Fall sind die Zweiräder weder für den fließenden Verkehr noch für den Fußgängerverkehr eine Gefahr.

Keinesfalls darf auf dem „Blindenleitsystem“ „geparkt“ werden. Dabei handelt es sich um tastbare Bodenmarkierungen, mit deren Hilfe sich blinde Menschen mit dem Langstock am Gehsteig orientieren.

Oft führt das Blindenleitsystem zu akustischen Ampelanlagen. Das sind Ampelanlagen, die blinden Menschen durch ein hörbares Signal anzeigen, wo die Fahrbahn überquert werden kann. An einem Ampelmast ist ein Tableau angebracht, an dem dann das Grünsignal hörbar gemacht werden kann.
Klar, dass dieser Ampelmast unter allen Umständen frei bleiben muss! Dort angehängte Fahrräder werden polizeilich entfernt!

Nicht erlaubt ist auch das Abstellen in Haltestellenbereichen ohne Radbügel, in Grünanlagen, auf nichtöffentlichen Flächen sowie auf anderen Flächen mit Halte- & Parkverbot laut StVO.

Eine Meldung von widerrechtlich abgestellten E-Scootern und Fahrrädern kann übrigens bei der Wiener Stadtinformation unter 01/50255 oder per Mail erfolgen.

Link zum "richtigen Abstellen": Fahrrad Wien

Partner: E-Scooter-Verleiher Circ (vormals Flash)

Unterstützt durch die Mobilitätsagentur Wien