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Mehrere Tische mit Schachkontrahenten, auf dem Tisch im Vordergrund geben sich die Kontrahenten die Hand.
Bildinfo: Mahendra Galani begrüßt seinen Kontrahenten. © BSV WNB

2. internationales Inklusions-Schachopen 2024

Von 1. bis 7. Juli 2024 fanden sich internationale Schachspieler und -spielerinnen in Wien zusammen, um im sportlichen Wettbewerb ihr Können unter Beweis zu stellen.

Schach-Nachbericht

Mit 48 Teilnehmer:innen trafen heuer noch mehr Schachbegeisterte aufeinander als im vergangenen Jahr und sogar zwei Schach-Großmeister haben den Weg ins Louis Braille Haus des Blinden- und Sehbehindertenverbands Wien, Niederösterreich, Burgenland (BSV WNB) gefunden!

Der Einladung der Wiener Schachrunde des BSV WNB und des Vereins Blickkontakt sind Sportler:innen aus Norwegen, der Ukraine, der Slowakei, Deutschland, dem Kosovo, Italien und natürlich Österreich gefolgt, wodurch der internationale Charakter der Veranstaltung noch deutlicher wurde als im vergangenen Jahr. Insgesamt waren neun blinde bzw. sehbehinderte Spieler:innen im Rennen. Besonders hervorzuheben ist die Begeisterung der jungen Generation. Ganze 18 Teilnehmer:innen unter 18 Jahren haben sich im Turnier gemessen. Aber auch die ältere Generation ließ sich das Event nicht nehmen und war mit zehn Personen über 65 Jahren gut vertreten. Leider haben nur wenige Frauen (zwei) ihren Weg zum Turnier gefunden, aber auch das soll sich in Zukunft ändern.


Bei der Eröffnung kamen Kurt Prall, Obmann des BSV WNB und Harald Schneider-Zinner, Präsident der Chess Sports Association, Thomas Posch (Blickkontakt) und Mahendra Galani (Fachgruppenleiter Wiener Schachrunde) zu Wort und richteten motivierende Worte an alle Teilnehmenden. Bevor das Turnier starten konnte, erklärte Hauptschiedsrichter IS Werner Stubenvoll noch ein paar (Verhaltens-)Regeln, welche im Zusammenspiel mit blinden und sehbehinderten Spieler:innen wichtig sind (z.B. Ansagen/Verbalisieren des eigenen Zuges) und dann ging es unter den wachsamen Augen des Schiedsrichter-Trios, Werner und Irma Stubenvoll und Leopold Jakits auf in die erste Runde.

Nach sieben Runden im Schweizer System siegte der norwegische Großmeister Christiansen Johan-Sebastian vor dem österreichischen Großmeister Stanec Nikolaus (Rg. 2) und dem 18-jährigen Pyrih Roman aus der Ukraine (Rg. 3). Der österreichische internationale Meister Schroll Gerhard (Rg. 4) verpasste nur knapp eine Platzierung am Siegerpodest.

Die beste Platzierung eines sehbehinderten Teilnehmers nahm Kauzky Hartmut mit Rang 17 ein. Bei so viel Schachprominenz scheint es nicht verwunderlich, dass diese auch die vordersten Ränge belegen, wodurch jedoch die Motivation der anderen Teilnehmenden für die kommenden Turniere nur angetrieben wurde.


Die Siegerehrung am letzten Tag des Turniers wurde, wie schon die Eröffnung, von heimischer Prominenz begleitet. So überreichte etwa die Wiener Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete Ing.in Astrid Rompolt, MA – in Vertretung der kurzfristig erkrankten Mag.a Stefanie Vasold – den Preis für den 1. Platz. Und auch Martin Mayrhofer, als Vertreter des Sponsors VIDEBIS, Harald Schneider-Zinner (Chess Sports Association) und Erich Schmid in Vertretung von Kurt Prall (BSV WNB) richteten Gruß- und Abschlussworte an alle Teilnehmenden.

Nach dem diesjährigen Erfolg der Veranstaltung zeigt sich der Fachgruppenleiter der Wiener Schachrunde Mahendra Galani begeistert: „Es ist wirklich schön zu sehen, dass auch so viele junge Schachspieler ihren Weg zu uns gefunden haben. Das gibt uns Motivation zum Weitermachen!“ Der Obmann des Vereins Blickkontakt Thomas Posch merkt außerdem an: „Dass schon im 2. Jahr des Turniers zwei Großmeister zu uns gefunden haben, ist eine große Ehre! Nur die schachspielenden Frauen müssen wir noch ein wenig motivieren sich bei uns anzumelden.“ In Zukunft ist das internationale Inklusions-Schachopen in Wien wohl nicht mehr vom Schachkalender wegzudenken.

Alle Details und Ergebnisse finden sich auf chess-results.com!

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