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Ohne Maulkorb

Ich bin ein VID (Very Important Dog)!

Hallo - hier wieder Louis!

Blindenführhunde dürfen sehr oft wo rein, wo „normale“ Hunde nicht reindürfen.

Manu, mein Frauchen, darf mich in den Supermarkt, ins Krankenhaus, zum Arzt und auch ins Flugzeug, also in die Kabine mitnehmen.
Zum einen braucht sie meine Unterstützung und zum anderen kann sie mich nicht irgendwo zurücklassen. Dafür bin ich zu teuer und wertvoll (!).
Leider klappt das nicht immer und überall so reibungslos mit dem Hineingelassen-Werden.

Wenn Ihr mit Euren Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid, braucht Ihr einen Maulkorb. Also nicht Ihr, sondern schon Euer Hund  :-)
Diese Regel gilt für mich als Blindenführhund (und überhaupt für alle Assistenzhunde) nicht. Wir dürfen auch so mitfahren.
Ticket müssen wir übrigens auch keines kaufen.
 

Jetzt kommt etwas eher Unappetitliches ...
Aber es gehört nun mal auch dazu und ist sehr, sehr wichtig.
Auch Blindenführhunde müssen regelmäßig aufs Klo. Natürlich groß und klein.
Normalerweise müssen Hundebesitzer das Geschäft ihrer Vierbeiner in so ein Sackerl stecken und wegwerfen.
Für mein Frauchen Manu gilt diese Regel nicht. Sie ist ja blind. Wie sollte sie das machen?

Wir suchen aber immer Plätze für diese Angelegenheit aus, wo es niemanden stört. Also ein Gebüsch oder ein Stück Wiese.
Jedenfalls bemühen wir uns.
 

P.S.
Falls ihr euch nach dem letzten Beitrag gefragt haben solltet, warum sich Hunde eigentlich im Kot wälzen:
Also das habe ich nachgeschaut, ist aber nicht eindeutig geklärt.
Hunde sind ja eigentlich Jäger, und wenn sie sich in den Bemmerln vom Reh wälzen, können sie sich leichter an die Beute anschleichen. Das ist eine Theorie.
Eine andere besagt, dass ein „parfümierter“ Hund von seinem eigenen Rudel mehr Aufmerksamkeit und Bewunderung bekommt.

Und noch eine andere, dass ein Hund unangenehme Fremdgerüche wie z.B. ein stark duftendes Hundeshampoo loswerden will. Da kann ich zustimmen. Wenn Manu mich mit einer parfümierten Seife wäscht, möchte ich mich am liebsten gleich danach im Schlamm wälzen.

Theorie hin oder her: Ich weiß, warum ich mich gerne in Kackhaufen wälze. Einfach, weil es köstlich riecht und total spannend ist, welche Duftnoten da nach und nach aufsteigen. Hmmmmm, lecker!

Juli 2026