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Eine junge Frau mit Brille vor einer Anrichte mit vielen zu garnierenden Tellern.
Bildinfo: Victoria an ihrem Arbeitsplatz © BAABSV/Andreas Meraner

Unterstützung durch COFRA

Wir möchten erfahren, wie die finanzielle Unterstützung durch die COFRA-Gruppe mit technischer Ausstattung oder unserem Nachhilfeangebot blinden und sehbehinderten Menschen im Alltag, im Beruf, im Studium oder in der Freizeit hilft – und welche Erfahrungen sie mit dem Antrags- und Unterstützungsprozess gemacht haben. Dazu haben wir Victoria ein paar Fragen gestellt.

Im Interview: Victoria aus Laa an der Thaya (NÖ)

Möchtest du dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Viktoria, ich bin 22 Jahre alt und komme aus Laa an der Thaya in Niederösterreich. Ich habe eine Musikhauptschule besucht und anschließend drei Jahre das Polytechnikum gemacht. Ich habe noch ein geringes Sehvermögen.

Wie bist du auf die Möglichkeit dieser finanziellen Unterstützung für technische Ausstattung aufmerksam geworden?

Ich bin über die Arbeitsassistenz Niederösterreich darauf aufmerksam geworden. Der Kontakt lief über die Hilfsmittelfirma Sehkreis und den Blindenverband, die mich dann an die Arbeitsassistenz weitervermittelt haben.

War es kompliziert oder eher einfach, die Unterstützung zu beantragen und zu erhalten?

Die Organisation war grundsätzlich in Ordnung, allerdings war der Prozess mit längeren Wartezeiten verbunden.

Welche technische Ausstattung hast du durch die Unterstützung erhalten?

Ich habe eine OrCam erhalten.

„Was ist eine OrCam?“
Die OrCam ist ein kleines technisches Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie wird meist an einer Brille befestigt und arbeitet mit einer Kamera sowie einer Sprachausgabe.
Die Kamera erkennt gedruckte Texte, Gegenstände, Produkte oder Gesichter und liest diese Informationen über einen kleinen Lautsprecher direkt ins Ohr der Nutzerin oder des Nutzers vor. Dadurch können zum Beispiel Texte gelesen, Produkte erkannt oder Geldscheine unterschieden werden.
Die OrCam hilft vielen Menschen dabei, alltägliche Aufgaben selbstständiger zu erledigen, etwa beim Einkaufen, beim Lesen von Dokumenten oder beim Erkennen von Informationen im Alltag. 


Wie hilft dir diese technische Ausstattung konkret im Alltag oder bei der Arbeit?

In meiner Freizeit nutze ich sie nicht so häufig. Am Arbeitsplatz soll sie vor allem die Lupe ersetzen. Allerdings gibt es noch Herausforderungen, zum Beispiel mit dem WLAN und Updates.

Gab es etwas, das sich dadurch besonders verbessert oder erleichtert hat?

Am Anfang hat es sehr gut funktioniert und war eine große Hilfe. Ich habe das Hilfsmittel zur Identifizierung der Mindesthaltbarkeitsdaten auf Lebensmittelverpackungen gut gebrauchen können. Das Handling ist allerdings noch etwas schwierig, jedoch weiß ich, wo ich mir technische Unterstützung suchen kann.

Wie hat die finanzielle Leistung dein Selbstständigkeitsgefühl oder dein Selbstvertrauen beeinflusst?

In der Startphase hat die Brille bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen und mir ein gutes Gefühl gegeben.

Wie kommst du generell mit der Technik zurecht?

Ich habe vom Sehkreis eine Einführung bekommen. Am Anfang hat alles gut funktioniert, später wurde es etwas schwieriger. Ich möchte mich noch mehr damit beschäftigen.

Gibt es etwas, das du dir zusätzlich wünschen würdest oder das noch verbessert werden könnte?

Wichtig wäre eine verlässliche Versorgung mit Softwareupdates. Abgesehen von den Wartezeiten war ansonsten alles in Ordnung!

Würdest du anderen empfehlen, diese Unterstützung ebenfalls zu beantragen?

Ja, wenn ein entsprechender Bedarf besteht, würde ich die Unterstützung auf jeden Fall empfehlen. Insgesamt war ich mit dem Ablauf zufrieden und würde betroffenen Menschen raten, diese Möglichkeit zu nutzen.

Kannst du noch etwas über deinen beruflichen Alltag erzählen?

Ich arbeite seit fast vier Jahren in meinem Beruf und mache meine Arbeit sehr gerne. Zu meinen Aufgaben gehören zum Beispiel Bügeln, Frühstückszubereitung, Botendienste, Teamarbeit, die Kontrolle von Lebensmitteln (Mindesthaltbarkeitsdatum) sowie die gelegentliche Zubereitung von Speisen. Am Samstag arbeite ich auch im Service. Es werden jedes Jahr Ziele vereinbart. Besonders wichtig ist bei uns der Teamzusammenhalt. Ich habe hier ein großartiges Team gefunden, und die Arbeit stärkt mein Selbstbewusstsein – ich fühle mich rundum wohl.
 

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